Freitag, 10. Februar 2012

Steuern vereinfachen, Kirchhof-Modell umsetzen

Unser deutsches Steuerrecht ist viel zu kompliziert. Der Staat überfordert seine Bürger und sich selbst damit. Unternehmen klagen über zu hohe Steuersätze, können aber oft die Bemessungsgrundlage so gestalten, dass sie am Ende unanständig wenig Steuern zahlen. Es lohnt sich, professionell nach Lücken und Ausnahmetatbeständen im Steuerrecht zu suchen und davon zu profitieren. Der Staat kann nicht mithalten, hat chronisch zu wenig Personal- und Sachmittel. Qualifizierte Menschen werden lieber Steuerberater als Finanzbeamte, weil man damit erheblich besser verdient.

Für Otto Normalverbraucher dagegen sind die Abzugsmöglichkeiten begrenzt und dafür ist die Steuererklärung immer noch zu kompliziert.

Die Notwendigkeit einer Steuerreform ist lange bekannt. Alle Ansätze dazu sind aber von Lobby- und Parteipolitik ausgebremst worden und haben das System eher noch komplizierter gemacht.

Jetzt gibt es einen wirklich mit Sachverstand und Augenmaß angelegten, mit Fachleuten diskutierten und gründlich durchgerechneten Entwurf von Prof. Paul Kirchhof (Experte für Staats- und Steuerrecht, ehemaliger Verfassungsrichter), der die nötigen erheblichen Vereinfachungen bringt. Er ist ausgewogener und durchdachter als die simplen Flatrate-Modelle, die in anderen Ländern verwendet werden und auch schon besser sind als unser System. Dieser Vorschlag sollte unbedingt und ohne Einschränkungen umgesetzt werden.

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