- Im Staat möchte ich als mündiger Bürger alles hinterfragen können, einen Anspruch auf eine rationale Erklärung haben und bei Bedarf auch eine andere Lösung demokratisch einführen können. Religionen entziehen sich diesem Anspruch ab einem gewissen Punkt und können deshalb nie allgemeinverbindlich sein. Sie müssen Privatsache bleiben. Religiöse Orientierungen sind als ethische Grundausrichtung sehr willkommen, aber konkrete staatliche Maßnahmen müssen anders als mit Hinweisen auf Bibel oder Koran gerechtfertigt werden.
- Die religiöse Vielfalt ist in Deutschland heute größer als früher. Insbesondere der Islam spielt eine wichtigere Rolle, aber auch Buddhismus und Atheismus. Privilegien für die christlichen Kirchen sind nicht mehr zeitgemäß.
- Der Islam mit seiner ohnehin stärkeren politischen Orientierung stellt uns vor neue Herausforderungen. Wir können auf die Dauer nicht Kopftücher aus Schulen und öffentlichen Gebäuden heraushalten, wenn wir Kruzifixe zulassen. Juristisch lässt sich das langfristig nicht durchhalten. Frankreich macht es konsequenter und besser und so sollten wir uns auch aufstellen.
Trennung heißt für mich insbesondere:
- Kein Kirchensteuereinzug durch den Staat,
- Keine religiösen Symbole in öffentlichen Gebäuden,
- Kein Religionsunterricht an staatlichen Schulen.
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